ZOLL-F: Zollfahndung Frankfurt zieht tonnenweise unversteuerten Kaffee aus dem Verkehr

Frankfurt am Main (ots) –

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main vom 02.11.2026

Rund 4,7 Tonnen unversteuerten Kaffee haben Frankfurter Zollfahnderinnen und Zollfahnder am vergangenen Dienstag, 27.10.2026, in einem Lager in Frankfurt sichergestellt. Weiterhin durchsuchten die Einsatzkräfte acht Wohn- und Geschäftsräume in der Mainmetropole nach weiteren schriftlichen und elektronischen Beweismitteln.

Die Ermittlerinnen und Ermittler des Zolls verfolgen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main seit Ende 2024 die Spur von drei Männern. Diese stehen in Verdacht, unversteuerten Kaffee aus den Beneluxstaaten nach Deutschland unerlaubt eingeführt und somit Steuerhinterziehung begangen zu haben. Daneben ermittelt die Steuerfahndung wegen des Verdachts der Umsatzsteuer-, Einkommenssteuer- und Gewerbesteuerhinterziehung.

Den Ermittlungen des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main gingen Feststellungen der Hauptzollämter Darmstadt und Bielefeld voraus. Der Zoll stellte bei Geschäftsprüfungen im Betrieb der nun Beschuldigten und bei Zollkontrollen Auffälligkeiten hinsichtlich der angemeldeten Menge eingeführten Kaffees fest.
Bei Kaffee handelt es sich um ein Genussmittel, auf das in Deutschland Kaffeesteuer erhoben wird. Als sogenannte verbrauchsteuerpflichtige Ware unterliegt Kaffee der Überwachung durch den Zoll. Sobald Röstkaffee aus dem Ausland nach Deutschland eingeführt wird und keine Ausnahmevoraussetzungen gegeben sind, entsteht Kaffeesteuer, die entsprechend abzuführen ist.

Die weitere Auswertung der sichergestellten Beweismittel durch die Zollfahnderinnen und Zollfahnder wird zeigen, ob der durch die nicht abgeführte Kaffeesteuer entstandene Steuerschaden von derzeit geschätzten 11.000 Euro auf ein Vielfaches korrigiert werden muss. Beim Abtransport des sichergestellten Kaffees unterstützte das Technische Hilfswerk, Ortsverband Frankfurt am Main.
Die Ermittlungen dauern an.

Rückfragen bitte an:

Zollfahndungsamt Frankfurt am Main
Pressesprecherin
Carina Orth
Telefon: 069/50775-133
E-Mail: [email protected]
www.zoll.de

Original-Content von: Zollfahndungsamt Frankfurt am Main, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots