POL-OF: Zahlreiche Verstöße bei LKW-Kontrollen festgestellt
Autobahn 45 / Dreieck Seligenstadt (ots) –
(lei) Mit gezielten Kontrollen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit überprüften Spezialisten der Verkehrsinspektion am Montagvormittag den gewerblichen Güterverkehr am Autobahndreieck Seligenstadt an der A 45. Zwischen 9 und 13 Uhr lag der Fokus dabei insbesondere auf Kleintransportern und Lastkraftwagen.
Insgesamt wurden 42 Fahrzeuge einer kombinierten Fahrzeug- und Personenkontrolle unterzogen. Zusätzlich erfolgten Verwiegungen, um mögliche Überladungen festzustellen.
Die Einsatzkräfte stellten im Zuge der Überprüfungen etliche Verstöße fest:
– 8 Anzeigen wegen Verstößen gegen die sogenannten
Sozialvorschriften (z. B. Nichteinhaltung der vorgeschriebenen
Lenk- und Ruhezeiten oder fehlende
Fahrtenschreiberaufzeichnungen). Diese Regeln sollen
sicherstellen, dass Fahrer ausreichend Pausen einlegen. Werden
sie missachtet, steigt das Risiko von Übermüdung – eine der
häufigsten Ursachen für schwere Verkehrsunfälle im Güterverkehr.
– 2 Anzeigen wegen Kabotageverstößen (z. B. unerlaubte
innerstaatliche Transportfahrten durch ausländische Unternehmen
ohne entsprechende Genehmigung)
– 6 Verstöße aufgrund von Überladung (z. B. Überschreitung des
zulässigen Gesamtgewichts oder der Achslasten)
– 1 Anzeige wegen mangelhafter Ladungssicherung (z. B.
unzureichend gesicherte Baustoffe, die während der Fahrt
verrutschen können)
Im Rahmen der Maßnahmen wurden Sicherheitsleistungen in Höhe von über 2.900 Euro erhoben. Dabei handelt es sich um Geldbeträge, die insbesondere von ausländischen Fahrern direkt vor Ort einbehalten werden, um spätere Bußgeldverfahren abzusichern. Zusätzlich wurden Verwarnungen in Höhe von 90 Euro ausgesprochen.
Auffällig war ein LKW aus Norddeutschland, der Baustoffe transportierte und eine Überladung von rund 60 Prozent aufwies – statt der zulässigen 7,5 Tonnen zeigte die Waage etwa 12 Tonnen an. Die Weiterfahrt wurde untersagt und eine sofortige Gewichtsreduzierung angeordnet. Auch Überladung stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Zu schwere Fahrzeuge verlängern den Bremsweg, beeinträchtigen die Lenkfähigkeit und können im Extremfall zu technischen Defekten wie Reifenplatzern oder Achsbrüchen führen.
Bildquelle: Polizeipräsidium Südosthessen
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