Mittelhessen: Aktionen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Lahn-Dill-Kreis: Blitz für Kids – Kinder mit Anhaltekelle; Verkehrskontrollen im Stadtgebiet Herborn; Raser, Poser und Tuner im Visier
Giessen (ots) –
Vom 25.08. bis zum 29.08. führte die Polizei Mittelhessen verschiedene Aktionen durch, um die Verkehrssicherheit im Lahn-Dill-Kreis zu erhöhen:
Hermannstein: Am Dienstag, den 25.08.26, wurde die Polizei in der Zeit von 07:30 – 09:15 Uhr von besonders motivierten jungen Helferinnen und Helfern unterstützt: im Rahmen der Aktion „Schule beginnt“, führte der Regionale Verkehrsdienst Lahn-Dill mit Schülerinnen und Schülern der Philipp-Schubert-Grundschule eine „Blitz für Kids-Aktion“ durch.
Die Einsatzkräfte des Regionalen Verkehrsdienstes Lahn-Dill überwachten mittels Lasermessgerät die Geschwindigkeit des Straßenverkehrs im Bereich der Schule. Die Geschwindigkeitsbegrenzung beträgt dort 30 km/h. Die Fahrerinnen und Fahrer wurden zunächst angehalten und bekamen von den Kindern entsprechend ihrer Geschwindigkeit eine grüne oder gelbe Karte der Aktion „Blitz für Kids“ überreicht. Die Grüne Karte bedeutete: „Sie haben sich korrekt verhalten und die Geschwindigkeit eingehalten.“ Gelbe Karte: „Sie sind zu schnell gefahren, bitte beim nächsten Mal langsamer fahren.“ Acht der 35 angehaltenen Fahrerinnen und Fahrern bekamen eine gelbe Karte ausgehändigt.
Zudem wurde auch das Parken und Halten im unmittelbaren Bereich der Schule überprüft, um dem Problem „Elterntaxi“ zu begegnen. Hier wurden zwei Verstöße festgestellt.
Alle angehaltenen Personen reagierten allesamt sehr positiv auf die Kontrollaktion und zeigten großes Verständnis.
Herborn: Am 27.08.2026 führte der Regionale Verkehrsdienst Lahn-Dill eine weitere Kontrollaktion gemeinsam mit der Stadtpolizei Herborn durch. Die Einsatzkräfte waren dabei den ganzen Tag über u.a. an der „Juno-Kreuzung“ (Kreuzung B277/B255), am Kreisverkehr Herborn-Burg, in der Straße „Am Hintersand“ und in der „Westerwaldstraße“ eingesetzt. In den frühen Morgenstunden (7:00-8:30 Uhr) missachteten sieben Personen das Rotlicht der Ampel an der Juno-Kreuzung. Im weiteren Tagesverlauf wurden bei 42 Verkehrsteilnehmenden der nicht angelegte Gurt geahndet. Sechs Fahrzeugführerinnen und -führer bedienten ihr Mobiltelefon während der Fahrt und dreimal waren auch Kinder nicht angeschnallt. Ein LKW-Fahrer hatte zudem sieben Tonnen mehr Holz geladen als zulässig. Hier leiteten die Beamten ein Verfahren zur Vermögensabschöpfung in Höhe von rund 1500 Euro gegen die Halterfirma ein. Gegen den Fahrer selbst fertigten sie ebenfalls eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Ihn erwartet ein Bußgeld in Höhe von 140 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.
Wetzlar / Herborn / Dillenburg: 200 statt erlaubter 100 km/h, ein getunter Audi RS 3 mit fast 115 Dezibel und ein Kleinkraftrad, das statt der erlaubten 45 km/h plötzlich mehr als 70 km/h fahren konnte: Bei einer gezielten Verkehrskontrolle gegen Raser, Poser und Tuner haben Polizeikräfte im Zeitraum von Freitagabend (28.08.) bis Samstagmorgen (29.08.) zahlreiche Verstöße festgestellt.
Auf der B277 zwischen Dillenburg und Herborn fiel einer Zivilstreife ein Autofahrer auf, der deutlich zu schnell unterwegs war. Beim Nachfahren stellte sie Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h bei erlaubten 100 km/h fest. Gegen den Fahrer wird nun wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.
Besonders laut wurde es bei einem Audi RS 3, der gegen 00:45 Uhr am Dillenburger Tunnel auffiel. Bei der Kontrolle fanden die Einsatzkräfte eine Fernbedienung, mit der sich die Klappen der Abgasanlage öffnen ließen. Bei geöffneter Klappe erreichte der Audi bei der Geräuschmessung gut 114 Dezibel. Zum Vergleich: Ein startender Düsenjet liegt bei etwa 120 Dezibel. Der Audi wurde für die weitere Begutachtung durch einen Sachverständigen sichergestellt. Da die Betriebserlaubnis durch das Tuning erloschen ist erwarten Fahrer und Halter Bußgelder in Höhe von bis zu 135 Euro sowie Punkte in Flensburg. Zudem muss der ordnungsgemäße, verkehrssichere Zustand des Fahrzeugs wiederhergestellt und nachgewiesen werden, was ebenfalls Kosten für die Verantwortlichen nach sich zieht.
Auch bei einem Kleinkraftrad in Mittenaar/Bicken stellten die Beamten eine Manipulation fest. Der Fahrer hatte das Steuergerät so verändert, dass die eingebaute Drosselung nicht mehr wirkte. Das Fahrzeug erreichte bei der Messung 72 km/h statt der erlaubten 45 km/h. Den Fahrer erwartet ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Insgesamt kontrollierten die Polizeikräfte zwischen 19:00 und 3:00 Uhr 26 Fahrzeuge. Dabei stellten sie unter anderem mehrere erloschene Betriebserlaubnisse, Verstöße gegen die Versicherungspflicht und weitere technische Veränderungen an Fahrzeugen fest.(BS)
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Quelle: ots
