Feuerwehr MTK: 14 Einsätze, Großbrand-Unterstützung und intensive Ausbildung: Anspruchsvolle Tage für die Hattersheimer Feuerwehren
Hattersheim am Main (ots) –
Eine fordernde Woche liegt hinter den Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main: Bereits am Mittwoch wurden die Einsatzkräfte bei einem Großbrand in Kriftel gefordert. Bis zum Montag summierten sich die Einsätze auf insgesamt 14 Alarmierungen – ergänzt durch zahlreiche Ausbildungs- und Übungsmaßnahmen. Die Einsätze wurden dabei sowohl durch hauptamtliche Kräfte während der Werktage als auch in weiten Teilen durch ehrenamtliche Einsatzkräfte in ihrer Freizeit bewältigt.
Mittwoch: Unterstützung bei Großbrand in Kriftel
Am Mittwochnachmittag wurden die Hattersheimer Kräfte zur Unterstützung der Feuerwehr Kriftel alarmiert. In der Straße „Im Engler“ kam es zu einem Gebäudebrand in einem Mehrfamilienhaus. Mit zwei Atemschutztrupps unterstützte die Feuerwehr Hattersheim die Brandbekämpfung sowie die Menschenrettung in dem schwer zugänglichen Gebäude. Zusätzlich kam das Hygienekonzept zur Dekontamination der eingesetzten Atemschutztrupps zum Einsatz.
Trotz des schnellen und umfassenden Einsatzes aller Kräfte konnte eine Person nur noch tot geborgen werden. Der Einsatz für die Hattersheimer Feuerwehr endete gegen 22:30 Uhr.
Noch auf der Rückfahrt wurde das Hilfeleistungslöschfahrzeug zu einem weiteren Einsatz in Kriftel alarmiert. In der Raiffeisenstraße brannten auf einer Fläche von etwa 2 x 3 Metern Wurzelstöcke, die zügig abgelöscht wurden. Zur Wasserversorgung unterstützte ein Großtanklöschfahrzeug der Feuerwehr Hofheim.
Freitag: Zwei Einsätze zum Auftakt
Am Freitag folgten zwei weitere Einsätze. In der Niedeckerstraße in Hattersheim führte angebranntes Kochgut zu einer Auslösung der Brandmeldeanlage und einer leichten Verrauchung, die durch die Feuerwehr beseitigt wurde.
Am Nachmittag wurde die Feuerwehr durch die Stadtpolizei in die Ankerstraße in Eddersheim alarmiert. Unter einem parkenden Fahrzeug hatte sich eine Ölpfütze gebildet, die mit Bindemittel aufgenommen wurde.
Samstag: Vom Rauchwarnmelder bis zum Großbrand
In der Nacht zum Samstag wurden die Einsatzkräfte nach Okriftel alarmiert. Ein ausgelöster Rauchwarnmelder stellte sich als Fehlalarm heraus. Am Morgen unterstützte die Feuerwehr Hattersheim bei einem Großbrand auf einem Wertstoffhof in Kelkheim-Münster im Rahmen der Führungsgruppe Technischen Einsatzleitung (TEL).
Am Mittag folgte eine Notfalltüröffnung in Hattersheim, bevor am Nachmittag eine Rauchentwicklung in Okriftel gemeldet wurde. In einer verlassenen Scheune brannten Unrat und Holz, das Feuer konnte schnell gelöscht werden.
Sonntag: Brandeinsätze, technische Hilfe und medizinische Erstversorgung
In der Nacht zum Sonntag wurden brennende Reste eines Einwegsgrills in Hattersheim abgelöscht. Am Nachmittag folgte ein Einsatz wegen eines ausgelösten Heimrauchmelders ohne feststellbares Schadenereignis.
Am Abend wurde eine Person aus einem Aufzug in der Hans-Riggenbach-Straße befreit. Direkt im Anschluss leisteten die Einsatzkräfte bei einem First-Responder-Einsatz medizinische Erstversorgung für eine unterkühlte und verwirrte Frau.
Parallel dazu wurde in Okriftel eine Rauchentwicklung gemeldet, die sich als Lagerfeuer in einem Kleingarten herausstellte. Zur Erkundung kam auch eine Drohne zum Einsatz.
Montag: Mehrere technische Hilfeleistungen
Am frühen Montagmorgen wurde ein größerer Wasserschaden im Südring in Hattersheim beseitigt. Ein geplatztes Heizungsrohr hatte zu einem erheblichen Wasseraustritt geführt.
Im weiteren Verlauf des Vormittags sowie am frühen Nachmittag kam es erneut zu zwei Alarmierungen in die Hans-Riggenbach-Straße. Während zunächst keine Person im Aufzug festgestellt wurde, konnten beim zweiten Einsatz zwei Personen aus dem Aufzug befreit werden. Der Aufzug wurde jeweils außer Betrieb genommen.
Ausbildung parallel zum Einsatzgeschehen
Neben den Einsätzen nutzten zahlreiche Einsatzkräfte die Tage intensiv zur Aus- und Fortbildung – ehrenamtlich und in ihrer Freizeit. So fand ein Seminar zur „Maschinellen Zugeinrichtung/Anschlagen von Lasten“ statt. Die IuK-Gruppe beziehungsweise Drohnenstaffel trainierte den Einsatz des Abwurfsystems. Zusätzlich nahmen Kräfte an Lehrgängen wie „Absturzsicherung“ und dem Maschinistenlehrgang teil.
Am Sonntag übte zudem die Kreiseinheit „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“ am Feuerwehrhaus Hattersheim. Bereits am Samstag fand parallel ein Lehrgang des Deutschen Roten Kreuzes statt. Ergänzend wurde auf Landesebene am Jugendfeuerwehr-Ausbildungszentrum der Hessischen Landesfeuerwehrschule der Lehrgang „Umgang mit besonderen Jugendlichen“ besucht.
Breites Einsatz- und Aufgabenspektrum
Die vergangenen Tage verdeutlichen eindrucksvoll die gesamte Bandbreite der Feuerwehrarbeit: Brandeinsätze, technische Hilfeleistungen, medizinische Erstversorgung, überörtliche Unterstützung und Ausbildung greifen nahtlos ineinander. Das Zusammenspiel aus hauptamtlichen Kräften und ehrenamtlichem Engagement stellt dabei eine leistungsfähige Gefahrenabwehr für die Bevölkerung sicher.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Hattersheim, Okriftel und Eddersheim sowie bei einzelnen Lagen weitere Kräfte aus dem Main-Taunus-Kreis und die Stadtpolizei Hattersheim am Main.
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Quelle: ots
