Feuerwehr MTK: Waldbrandlöschzug des Main-Taunus-Kreises unterstützt bei Waldbrand im Rheingau-Taunus-Kreis – Rund 45 Einsatzkräfte sicherten in schwierigem Gelände die Flanken des Brandgebietes
Hofheim am Taunus/Schlangenbad (ots) –
Bei der Bekämpfung des ausgedehnten Waldbrandes zwischen Bad Schwalbach, Taunusstein und Schlangenbad im Rheingau-Taunus-Kreis hat in der Nacht zu Donnerstag der Waldbrandlöschzug Brandbekämpfung des Main-Taunus-Kreises unterstützt.
Nachdem am Mittwochnachmittag bereits zahlreiche Kräfte aus dem gesamten Rheingau-Taunus-Kreis im Einsatz waren, wurde am Abend weitere Unterstützung aus den umliegenden Landkreisen angefordert. Um 20:44 Uhr wurde daraufhin der Waldbrandlöschzug Brandbekämpfung (WBLZ-B) als landkreisübergreifender Waldbrandlöschzug (WBLZ-Ü) des Main-Taunus-Kreises alarmiert.
Die beteiligten Einheiten sammelten sich an der Feuerwache Hofheim und fuhren von dort im geschlossenen Verband in den Rheingau-Taunus-Kreis. Geführt wurde der Löschzug durch den diensthabenden Kreisbrandmeister Frank Schuhmacher. Gegen 22:20 Uhr erreichten die Einsatzkräfte den Bereitstellungsraum am Taunus Wunderland in Schlangenbad. Dort wurden sie bereits nach kurzer Zeit dem Einsatzabschnitt 3 zugeteilt.
Die Kräfte aus dem Main-Taunus-Kreis übernahmen dort die Abschnittsleitung. Ihr Auftrag bestand darin, die Flanken des Brandgebietes zu sichern und eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Das steile und unwegsame Gelände sowie die Dunkelheit stellten die Einsatzkräfte dabei vor besondere Herausforderungen.
Zwei Löschfahrzeuge übernahmen jeweils eine Brandbekämpfungsstelle im Wald. Zwei weitere Löschfahrzeuge stellten im Pendelverkehr den Transport des benötigten Löschwassers sicher. Die unmittelbar im Wald und an den Brandstellen eingesetzten Gruppen wurden stündlich ausgetauscht.
Rund 45 Einsatzkräfte waren mit dem Waldbrandlöschzug im Einsatz. Dieser setzte sich aus sechs Fahrzeugen der Feuerwehren Kriftel, Liederbach, Eschborn, Eppstein-Vockenhausen und Hattersheim-Okriftel zusammen:
– Feuerwehr Kriftel: Einsatzleitwagen
– Feuerwehr Liederbach: Löschgruppenfahrzeug LF 20 KatS
– Feuerwehr Eschborn: Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10
KatS
– Feuerwehr Eppstein-Vockenhausen: Löschgruppenfahrzeug LF 10 KatS
– Feuerwehr Hattersheim-Okriftel: Löschgruppenfahrzeug LF 10 KatS
– Feuerwehr Hattersheim-Okriftel: Gerätewagen Logistik mit 2.000
Metern B-Schlauch
Zusätzlich unterstützte das DRK Eppstein den Einsatz mit einem geländegängigen Rettungswagen.
Gegen 3 Uhr wurden die Einsatzkräfte aus dem Main-Taunus-Kreis durch einen Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden abgelöst. Vor der Heimfahrt erfolgten eine kurze Verpflegung und eine Nachbesprechung. Gegen 4:20 Uhr war der Einsatz für den Waldbrandlöschzug beendet und die Kräfte machten sich auf den Rückweg zu ihren Standorten.
Gesamteinsatz dauert weiterhin an
Der Waldbrand beschäftigte die Einsatzkräfte am Donnerstagmorgen weiterhin. Nach Angaben des Rheingau-Taunus-Kreises sind im Hauptbrandgebiet insgesamt rund 25.000 Quadratmeter Wald betroffen. Wind, Hanglage, große Mengen Totholz und umstürzende Bäume erschweren die Löscharbeiten. Seit Beginn des Einsatzes waren bereits rund 700 Einsatzkräfte beteiligt.
Ein weiterer Waldbrand bei Bad Schwalbach-Fischbach, bei dem rund 10.000 Quadratmeter Wald betroffen waren, konnte am Donnerstagmorgen gelöscht werden. Zur Ursache der Brände liegen derzeit keine Erkenntnisse vor.
Spezialisierte Einheiten für Vegetationsbrände
Mit dem Sonderschutzplan Vegetationsbrand hat der Main-Taunus-Kreis zwei spezialisierte Waldbrandlöschzüge definiert. Die Einheiten werden auf Anforderung der örtlichen Einsatzleitung oder bei Auslösung des Nachforderungsstichwortes „F Wald 3“ im Main-Taunus-Kreis eingesetzt. Sie dienen als Soforteinheiten zur unmittelbaren Unterstützung der Einsatzkräfte einer betroffenen Kommune und können auch zur überörtlichen Löschhilfe in anderen Landkreisen angefordert werden.
Der Waldbrandlöschzug Brandbekämpfung unterstützt im Schadensgebiet mit Mannschaft und Gerät und kann bei Bedarf einen zugewiesenen Einsatzabschnitt übernehmen. Der Waldbrandlöschzug Wasserversorgung kann kurzfristig insgesamt 37.000 Liter Löschwasser zuführen sowie den Aufbau und die Sicherstellung einer Wasserversorgung unterstützen.
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Quelle: ots
